Die Radikalen Töchter nutzen in vielseitigen Workshops Methoden aus der Kunst, um Menschen aus ihrem politischen Ohnmachtsgefühl herauszuholen. Aktionskunst. Damit vermitteln sie die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und ermutigen aktiv zu politischer Beteiligung – der Grundlage unseres demokratischen Zusammenlebens. Und haben dafür auch schon einige Preise bekommen, zum Beispiel 2024 den Kettelerpreis der Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung.
Wir Omas haben zu den Töchtern eine besondere Beziehung: Sie haben mit uns kürzlich eine Serie von online „Mut-Muskel-Workshops“ durchgeführt. Im Rahmen unseres Projekts PEtra 50plus, mit dem wir Frauen ab 50 in ländlichen und strukturschwachen Regionen ermutigen und befähigen wollen, sich demokratisch zu engagieren.
Normalerweise motivieren die Töchter damit junge Menschen zu demokratischer Mitbestimmung, um unter anderem rechtsextremen Gruppierungen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Mit uns haben sie ihr Zielgruppenspektrum leicht erweitert. Mit dem Ergebnis, dass wir einen neuen Arbeitskreis (AK) gegründet haben. Radikaler Mut heißt er. Denn Mut können auch wir brauchen.
Die Töchter hatten für ihr Projekt der „Mut-Muskel-Workshops“ aus dem Bundesprogramm Zusammenhalt durch Teilhabe schon im letzten Jahr eine Förderung bei der Bundeszentrale für politische Bildung beantragt, die dem Bundesinnenministerium untersteht.
Nach eingehender Prüfung erhielten sie eine Förderungszusage und die Erlaubnis, schon mal mit ihrem Projekt zu starten – das Geld käme später. Grund? Der Regierungswechsel. Und nun: Das Geld kommt nicht. Grund? Es wurde keiner genannt. Aber die Töchter hatten im Vertrauen auf die schriftliche Förderungszusage inzwischen schon 120.000 Euro in das Projekt investiert.
Aktueller Stand: Die Töchter erhalten aus der Zivilgesellschaft enormen Rückenwind und wollen sich vor Gericht wehren. Sie machen weiter. Auch gemeinsam mit den Omas for Future. |